Think Positive - Zeit für ein paar Lichtblicke

Hallo Ihr Bullyverrückten,

wir sind Frieda (4 Jahre) und Bruno (11 Jahre), zwei französische Bulldoggen aus dem „Schwabenländle“ und erzählen Euch aus unserem Leben mit Muddi und Vaddi. Da Bruno der alte Grantler mürrisch auf dem Sofa liegt, bin ich die Frieda heute dran Euch ein bisschen zu unterhalten.

Das letzte Jahr war ja total verrückt. Für uns Hunde war es eigentlich ein gutes Jahr. Muddi und Vaddi hatten mehr Home-Office aber leider auch Kurzarbeit und waren daher tagsüber öfters bei uns daheim und auch abends waren wir als Familie ganz oft zusammen. Ja klar, ein paar Urlaube konnten wir nicht machen aber die holen wir dieses Jahr nach. Muddi hat letzte Woche mit ihren Freundinnen ein Teams-Meeting abgehalten, ich weiß nicht was das ist, aber sie hat in ein rechteckiges beleuchtetes Teil reingeschaut, da mit jemand gesprochen und viel gelacht. Na immerhin kann sie noch lachen, nach dem ganzen Stress im Büro die letzten Monate. Eine der Mädels hat gesagt „Think positiv und schreibt Euch eine Liste, was ihr dieses Jahr alles erleben wollt“. Das hat sie wohl selbst so gemacht und gemeint, so geht es ihr in der schweren Zeit besser, wenn sie ein paar Lichtblicke hat. Muddi hat dann abends ganz oldschool Stift und Papier genommen und sich ein paar Sachen notiert und das auch immer schön dem Vaddi, Bruno und mir erzählt und dabei gestrahlt. Sie hat zum Beispiel gesagt, wir wollen auf alle Fälle ein Bullyweekend in den Bergen machen mit allen unseren Ulmer Bullyfreunden. Oh da freu ich mich riesig drauf, mit meinen Freundinnen drei Tage in den Bergen rumflitzen. Bruno hat dabei gleich das Gesicht verzogen, der hasst die Berge, weil ihm das Bergsteigen zu anstrengend ist. Obwohl der „faule Sack“ ja einen Sporty und einen Rucksack hat in dem er bequem drinsitzen kann. Muddi hat Brunos grummeliges Gesicht gesehen und zu ihm gesagt, „wir wollen auch in Campingurlaub an die Ostsee fahren“. Oh ja da haben wir alle gestrahlt, wir lieben die Ostsee. Das wird dann unser erster Campingurlaub mit dem neuen Wohnwagen. Vaddi hat nämlich unser Wohnmobil „Gottfried“ verkauft, weil Bruno der Tollpatsch nachts aus dem sehr hohen Bett gefallen ist. Jetzt fahren wir mit einem Wohnwagen in Urlaub, wo das Bett sehr niedrig ist, dass Bruno sich nichts bricht, wenn er mal runterspringt. Der einfacher halber heißt der jetzt „Gottfried II“, Vaddi fand das lustig. Dann hat Vaddi gesagt, er hat zum Ostseeurlaub auch eine Überraschung für uns. Unsere Freunde aus dem Allgäu kommen mit. Da hat sich sogar Bruno riesig gefreut. Denn das sind so ziemlich die einzigen zwei Rüden mit denen sich der Grantler Bruno so richtig gut versteht. Kalle ist ein Dackel-Schäfer-Mix und Filou ein Chihuahua. Vaddi sagt das immer so lustig betont „TSCHIIIWAAWAA“ und Muddi sagt, an der Schreibweise dieser Hunderasse verzweifeln alle, außer vielleicht die Chihuahua-Besitzer selber. Muddi hat dann auch „Gardasee“ auf die Liste gesetzt und gemeint, dass sie so gerne mal wieder einen Herbsturlaub in Italien machen würde. Bruno war schon ganz oft am Gardasee und so wie er geschaut hat, gefällt es ihm da auch. Er hat mir dann zugeflüstert „Lasagne, Pizza, Spaghetti, Eis und Echsen“. Ich hab nicht verstanden was er mit Echsen bei der Aufzählung seiner Lieblingsspeisen meint. Vaddi hat dann gelacht und gesagt „Ja klar Bruno unser Echsen-Jäger, du hast doch noch nie eine erwischt“. Muddi hat dann Vaddi ein Foto gezeigt, wo Bruno am Strand vom Gardasee liegt und auf Echsenjagd ist. Ich glaube ich werde mich da auch auf die Lauer legen, aber nur um mit den Echsen zu spielen. Ganz groß auf der Liste stand bei Muddi auch „ULMER BULLYTREFFEN“. Die letzten Monate durften wir ja wegen diesem Corona keine Bullytreffen machen. Das hat uns alle sehr traurig gemacht. Einmal im Monat treffen wir uns ja mit der großen Gruppe und dürfen eine Stunde lang mit all unseren Freunden Gassi gehen und dann auch noch auf der Wiese toben. Die ganzen Monate wo wir kein Ulmer Bullytreffen machen durften haben wir uns mit unseren Freunden von dort in kleinen (erlaubten) Gruppen getroffen. Wir waren mit Donna unterwegs, da sind wir schnell über den Acker geflitzt. Wir haben uns mit Arya und Kiana zum Gassi gehen verabredet. Bruno fühlt sich glaub ein bisschen wie der Aufpasser auf Kiana, er ist ja auch 10 Jahre älter als sie. Er dackelt (darf man das so sagen, oder heißt es bullyt) ihr ständig hinterher. Auch mit Diego konnte ich übers Feld flitzen. Und sogar Bruno und Diego sind jetzt beste Freunde geworden und wir können alle entspannt laufen. Und natürlich waren wir viel mit meiner Cousine der Malou unterwegs. Aber Bruno und der Schlabbrador, das wird keine Freundschaft mehr. Beim Gassi gehen ist es kein Problem, aber sobald wir in der Wohnung sind und die beiden einen Napf rumstehen sehen gibt es Streit. Sind halt doch beide sehr verfressen und keiner gönnt dem anderen einen Kuchenbrösel, der vom Tisch fällt. Während ich so in Erinnerungen schwelge sagt Muddi „so genug geträumt, jetzt geht’s raus in die frische Luft, wir machen einen großen Sonntagsspaziergang.“ Also fix die Schnarchnase Brundo geweckt – ich mach das ja am liebsten indem ich ihn einfach anspringe und anbelle. Muddi hat die Leinen geschnappt und wir haben eine große Runde gedreht. Das Beste war, wir haben im Ort noch unsere Freunde getroffen, die dann mit uns gelaufen sind. Zur großen Freude von Bruno hat Vaddi während der Gassirunde noch beschlossen, dass wir „Toni“ anrufen, unseren Pizzalieferdienst im Ort und leckeres Essen bestellen, zur Vorfreude auf den Gardasee. Muddi ruft da ja immer an und Toni fragt dann: „Alo Mone, will Du wie immer“ und schon ist die Bestellung durch. So schnell geht das und 45 Minuten später wird eine Pizza Mafia mit Thunfisch ohne Zwiebeln und Linguine Dello Chef geliefert. Bruno sabbert immer schon an der Haustüre, wenn der Pizzafahrer kommt und natürlich bekommen wir von Vaddis Pizzarand auch immer ein bisschen was ab. So der Sonntag ist dann auch schon fast vorbei, jetzt gibt es noch einen Tatort im TV und dann geht’s auch schon ins Bett. Weil morgen ist Montag und das ist immer der schlimmste Tag der Woche, weil wir wieder früh aufstehen müssen. Und morgen ist bei uns Ausnahme-Montag. Vaddi hat kein Home-Office und ist auf Tour und daher geht’s für Bruno und mich zur Oma. Da freuen wir uns schon riesig, weil Oma läuft mit uns immer eine schöne Runde übers Feld, wo wir dann auch unsere Freunde Liese und Sam treffen, die laufen da auch immer diese Runde. Oma ist sowieso die allerbeste, die hat auch einen prima Spruch zu „Think Positive“, sie sagt immer „Es gibt viele Wege zum Glück, einer davon ist POSITIV DENKEN“.

Ich hoffe ihr lasst Euch nicht hängen, sondern denkt ebenfalls positiv!

In diesem Sinne: Bullykuss und Schluss
Frieda & Bruno

Seid Ihr aus der Nähe  89073 Ulm (+ Umkreis 150 km) könnt Ihr Euch bei Interesse gerne mal über die Website www.bullytreffen-ulm.de bei unserer Muddi melden. Sie organisiert seit 2008 das „Ulmer Bullytreffen“ für Bullyverrückte aus der Region.

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