Krank sein muss belohnt werden

Hallo Ihr Bullyverrückten,

wir sind Frieda (3 Jahre) und Bruno (10 Jahre), zwei französische Bulldoggen aus dem „Schwabenländle“ und erzählen Euch aus unserem Leben mit Muddi und Vaddi. Muddi sagt immer, die ersten drei Monate im Jahr sind nicht ihre Zeit. Alles ist dunkel und nass und kalt und Muddi und Vaddi mögen mehr die helle Jahreszeit und das schöne Wetter. Das liegt daran, dass man wenn es morgens und abends dunkel ist nicht mehr viel Zeit im Garten verbringen kann sondern meistens nur noch auf dem Sofa rumgammelt. Ich der Bruno verstehe gar nicht, was falsch am Sofagammeln ist? Okay schöner ist es natürlich auf der Gartenliege zu gammeln, aber das Sofa ist schon eine gute Alternative. Inzwischen hatte ich auch meinen 10. Geburtstag, Muddi hat lecker gekockt und es gab ein paar tolle Geschenke. Heute erzähle ich, der Bruno, Euch was, denn ich musste vor kurzem zum Tierarzt und als Belohnung gab es einen Männerausflug mit Vaddi.

Vor kurzem waren wir alle sehr geschockt. Muddi hat einen Knubbel bei mir entdeckt und war dann gleich sehr besorgt. Sie hat dann auch gleich beim Tierarzt angerufen und einen Termin gemacht, dass die den Knubbel anschauen. Ich gehe ja grundsätzlich immer sehr gerne zum Tierarzt. Wir werden von den Mädels da immer durchgeknuddelt. Als wir aufgerufen wurden musste ich auf den kalten Tisch sitzen, da gehe ich gar nicht so gerne drauf, die letzten Male haben die mir immer am Auge rumgefuchtelt. Dieses Mal hat die Tierärztin den Knubbel angeschaut und gleich gesagt, dass man den vorsichtshalber rausmacht und einschickt. Sie hat gemeint, im schlimmsten Fall wäre es Hautkrebs. Muddi war gleich ganz traurig und hat sich sehr gesorgt. Ich hab mich in dem Momentan nur gefragt, wem die mit dem Knubbel eine Freude machen wollen, dass man den per Post verschickt? Als Frieda das letzte Mal operiert wurde, haben die Mädels sie danach im Känguru-Style in der Praxis rumgetragen und sie hat einen pinken Glitzerverband an der Pfote gehabt. Ich hoffe nur, die wissen dort was sie tun und verzichten bei mir auf Glitzer und Pink. Also wir sind dann Freitag morgen zum Tierarzt, ich hatte schon eine entsprechende Laune, weil es nix zum Frühstück gab. Muddi und Vaddi waren dabei. Muddi war ganz aufgeregt und hat sich Sorgen gemacht. Vaddi war ganz cool, wie immer, er hat mir noch zugeflüstert „Tapfer Großer und wenn alles überstanden ist machen wir einen „Männerausflug“. Die Tierärztin meinte dann, dass es in örtlicher Betäubung gemacht werden kann und Muddi und Vaddi dabeibleiben können. Vaddi hat dann vorgegeben, dass er mit Frieda rausgeht, damit die nicht meckert, aber eigentlich wollte Vaddi nicht dabei sein und es sich nicht anschauen, wie die da an mir rumschnippeln und es womöglich blutet. Muddi war total froh, dass keine Narkose notwendig ist. Ich war auch froh, die Tierärztin hat gemeint, dass ich danach dann gleich ein leckeres Frühstück bekommen kann. Also dachte ich mir, rede nicht lange rum, mach das Ding raus, dass es was zu futtern gibt. Der Knubbel wurde also rundherum eingespritzt und dann mit einer Stanze herausgestanzt. Also ganz angenehm war es nicht, aber ein Bully kennt kein Schmerz und ich habe es tapfer über mich ergehen lassen. Die Tierärztin hat die Wunde dann noch genäht und mir nochmals zwei Spritzen gegeben. Dann kam die Tierarzthelferin und hat mir so einen furchtbaren Body angezogen, ja was soll denn das? Ich bin zwar ein Held, aber doch keiner in Strumpfhosen. Aber es war schon klar, dass ich den alleine nicht runterbekommen werde. Meine Laune war erstmal am Tiefpunkt, mein leerer Magen hing am Boden.  Erst werde ich gepiekt und dann muss ich noch ewig auf mein Frühstück warten. Vaddi hat auf dem Heimweg noch beim Bäcker und Metzger angehalten und Muddi hat da für mich Laugenbrezel und Leberwurst gekauft, weil ich so tapfer war. Ein paar Tage später hat die Tierarztpraxis angerufen und Muddi gesagt, dass der Knubbel zum Glück eine gutartige Wucherung sei. Muddi war wirklich sehr erleichtert und alle haben sich riesig gefreut. Eine Woche später wurden die Fäden gezogen, auch da war ich ein Held und habe ohne mit der Wimper zu zucken mitgemacht. Alles ist gut gegangen, aber eine Aufregung ist das doch jedes Mal, wenn man einen außerplanmäßigen Tierarztbesuch hat.

Auf jeden Fall hat Vaddi es nicht vergessen und mit mir den versprochenen „Männerausflug“ gemacht. Kaum war die Woche danach die Sonne da, hat er das Cabrio startklar gemacht. Vaddi hat beschlossen, dass wir im Partnerlook gehen. Mein Halsband und seine Cap haben den gleichen coolen Spruch. Mein Vaddi hat ganz viele Caps, irgendwie ein Tick von ihm. Also haben wir zwei „Männer“ die erste Cabrio-Tour in diesem Jahr gestartet. Wenn ich mit Vaddi unterwegs bin, darf ich vorne auf Muddis Platz sitzen. Das mag ich total gerne, wenn wir oben ohne fahren können, die Sonne aber noch nicht so runterbruzzelt wie im Hochsommer. Vaddi ist mit mir aufs „Ländle“ gefahren, hat beim Bäcker einen Leberkäs-Semmel gekauft, wo ich natürlich auch was abbekommen habe. Dann haben wir am Weiher eine schöne Runde gedreht. Vaddis Kumpel hat sich spontan angeschlossen und kam auch mit dem Cabrio angeflitzt. Da es doch etwas bergauf ging und ich nicht so der „Wanderer“ bin, hat Vaddi meinen Rucksack mitgenommen und ich konnte einen Teil der Tour mitlaufen und den anderen Teil im Rucksack sitzen. Wir waren dann noch beim Italiener um die Ecke einkehren. Vaddi hat sich Lasagne bestellt. Das ist auch eines meiner Lieblingsgerichte, das leckere Hackfleisch und die schlonzige Pampe drumherum. Zum Abschluss gab es noch eine Kugel Eis bei Vaddis Lieblingsitaliener und dann war auch der „Männerausflug“ wieder vorbei und wir haben die Heimreise angetreten. Vaddi und mir hat es super gefallen, denn manchmal muss so ein Tag unter Männern einfach sein. Wobei sich die Mädels daheim nicht gelangweilt haben, das Haus war sauber geputzt und Frieda war auch ziemlich müde. Sie durfte für ein paar Stunden mit Cousine Malou dem großen schwarzen „Schlabbrador“ Gassi gehen und toben. Was für ein Glück, dass ich nicht daheimbleiben musste, denn der Schlabbrador und ich wir mögen uns nicht so sonderlich. Aber so war es für alle ein gelungener Tag.

In diesem Sinne: Bullykuss und Schluss
Frieda & Bruno

Seid Ihr aus der Nähe  89073 Ulm (+ Umkreis 150 km) könnt Ihr Euch bei Interesse gerne mal über die Website www.bullytreffen-ulm.de bei unserer Muddi melden. Sie organisiert seit 2008 das „Ulmer Bullytreffen“ für Bullyverrückte aus der Region.
 

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