Unser Hundealltag in Zeiten von Corona

Hallo Ihr Bullyverrückten,

wir sind Frieda (4 Jahre) und Bruno (10 Jahre), zwei französische Bulldoggen aus dem „Schwabenländle“ und erzählen Euch aus unserem Leben mit Muddi und Vaddi. Inzwischen hatte auch Frieda Geburtstag, sie ist jetzt schon vier Jahre alt.  Und drum darf auch sie als Geburtstagskind von unserem Hundealltag zu Corona-Zeiten erzählen: Leute das ist echt eine komische Zeit. Zuerst kam überall nur noch Corona, Corona egal wo man die großen Bullyohren hingehalten hat, jeder sprach von Corona, ich dachte zuerst die haben alle einen Sprachfehler, weil es heißt doch Corinna, zumindest heißt Nachbars Tochter so, aber Bruno meinte dann – nein es heißt seit eh und je schon Corona und er hat auch schon ein paar Tropfen einer umgekippten Flasche aufgeschleckt und das sei gar net so schlecht das Getränk. Ach, ich bin überfordert, ich weiß nur, es ist eine komische Zeit. Zuerst waren Muddi und Vaddi fünf lange Wochen krank. Schlimmer Husten und Atemnot, die konnten gar nicht mehr arbeiten gehen. Gut für uns, da die zwei dann ständig daheim waren, aber auch schlecht für uns, denn lange Spaziergänge gingen gar nicht, weil Muddi und Vaddi nur schlecht Luft bekommen haben. Die waren auch jede Woche mehrmals beim Arzt mit so lustigen Masken und mussten sogar zum Corona-Test, was auch immer das heißt, Bruno meinte dann, das sei wie so eine Art Alkoholtest nach dem Trinken von Corona-Bier. Mensch, der Brummschädel denkt immer nur ans Saufen und Fressen. Jedenfalls war Muddi sehr erleichtert, als der Test dann bei beiden negativ war. Trotzdem wurde der Husten nicht besser, aber immerhin das Wetter. So konnten wir mit Muddi und Vaddi draußen im Garten in der Sonne sein und das hat nicht nur uns Bullys gutgetan, sondern auch Muddi und Vaddi. Zum Glück hat dann endlich auch bei den beiden nach drei Wochen eine Arznei angeschlagen und der Husten wurde besser und somit auch unsere Gassirunden wieder länger. Muddi und Vaddi haben sich die ganze Zeit gut um uns gekümmert und haben mit uns im Haus und Garten gespielt. Schade war aber in der Zeit, dass wir die Omi und den Opi nicht sehen konnten. Muddi hat gemeint, solange wir nicht wissen, was sie für eine Krankheit haben können wir Omi und Opi nicht treffen. Wir haben mit Omi und Tante Sabine dann immer einen Videoanruf gemacht, dass wir nicht ganz so abgeschieden von der Familie waren. Aber natürlich ist ein Tag bei Omi im Garten oder eine große Wanderung mit Tante Sabine und Schlabbrador Malou besser als ein Videoanruf.

Der Opi hat für uns dann ein Spielzeug gebastelt, wo die Muddi oben Leckerlies in die Flaschen reinmacht und wir die Flaschen drehen müssen, dass die Leckerlies rausfallen. Bruno hat mich gar nicht an das Spielzeug rangelassen, der alte Fresssack. Immer wenn Muddi Leckerlies reingemacht hat, stand er wie ein Panzer davor. Sobald die Flaschen leer waren konnte ich dann aber an das Spielzeug ran und vor lauter Zorn, weil Bruno mich immer nur rangelassen hat wenn keine Leckerlis drin waren, habe ich ihm die ganzen Flaschenhälse zernagt, so dass er gar keine Leckerlies mehr rausholen konnte. Jetzt musste der Vaddi die Flaschen auswechseln und hat auch geflucht. Vaddi flucht öfters, wenn er den Werkzeugkasten und die Bohrmaschine aus dem Keller holen muss, er begründet sein Fluchen immer damit, dass er kein Handwerker sei und zwei linke Hände hat. Aber da musste Vaddi dran glauben, weil ja der Opi immer noch nicht zu uns auf Besuch kommen konnte, sonst hätte Opi schnell die Flaschen ausgetauscht.

Als es dann Muddi und Vaddi endlich besserging, dachten wir, juhuuu endlich können wir wieder mit anderen Bullys toben, aber von wegen, da hieß es dann immer, Kontaktbeschränkung. Also konnte auch unser geliebtes Ulmer Bullytreffen nicht stattfinden. Ja was ist denn da los, die anderen Hunde laufen auch draußen spazieren und trotzdem muss jeder für sich alleine Gassi gehen? Verstehe ich so gar nicht. Immerhin kam dann nach einigen Wochen eine Lockerung der Kontaktbeschränkung und die Zeit, wo man sich mit einer anderen Familie treffen konnte. Nach Omi und Opi war das natürlich zu allererst ein Besuch bei Tante Sabine und dem Schlabbrador. Man war das schön, endlich wieder mit Malou über die Felder zu fegen.

Die restliche Zeit haben wir halt mit unseren Spielsachen gespielt oder waren im Garten toben. Der Vaddi hat die Gartenliegen rausgeholt und den Pool für uns aufgestellt und mit Wasser befüllt. Das Wetter war ja so schön, dass man mal die Bullyfüsschen in den Pool stellen konnte. So fürs richtige Baden war es doch noch etwas zu frisch. Wir sind viel im Garten gewesen, haben gechillt und ab und zu durften wir auch die Eisbescher ausschlotzen. War ja auch mal schön, ist ja auch eher selten, dass die Familie eine so lange Zeit gemeinsam zuhause ist. Aber schon bald ging es dann auch wieder los. Muddi hat gemeint, morgen muss sie wieder arbeiten gehen. Vaddi macht dann erstmal Home-Office. Das ist immer ganz toll für uns, weil wir ausschlafen können. Vaddi geht morgens eine kleine Dorfrunde mit uns und macht dann seinen Job und wir liegen bei ihm im Büro oder können in Haus und Garten rein und raus wie wir wollen. Und wenn Vaddi Telefonkonferenz hatte, gibt es für uns immer einen Knochen, dass wir in der Zeit nicht anfangen zu blödeln und im Spiel zu bellen. Ich glaube die Telefonpartner haben Brunos lautes Geschmatze sicherlich gehört. Die erste halbwegs normale Woche war echt super. Wir waren wieder drei Tage bei Omi daheim und sind mit ihr unsere Gassirunde gelaufen, da treffen wir immer unsere Freunde Sam und Liese, die gleich bei Omi um die Ecke wohnen. Mit denen durften wir dann durchs Feld rennen.

Und endlich war es auch wieder soweit, wir haben einen Ausflug mit dem Cabrio an die Eisdiele gemacht. Das hat uns allen gefallen und Muddi meinte dann nur, sobald die Restaurants wieder aufhaben, gehen wir Schniposa essen, darauf freue sie sich schon sehr und ganz ehrlich wir uns auch. Dem Bruno läuft bei dem Gedanken an Schniposa schon der Sabber aus dem Mund. Er ist und bleibt halt ein kleiner Fresssack. Ihr Lieben bleibt Gesund und Munter und bis ganz bald wieder.

In diesem Sinne: Bullykuss und Schluss
Frieda & Bruno

Seid Ihr aus der Nähe  89073 Ulm (+ Umkreis 150 km) könnt Ihr Euch bei Interesse gerne mal über die Website www.bullytreffen-ulm.de bei unserer Muddi melden. Sie organisiert seit 2008 das „Ulmer Bullytreffen“ für Bullyverrückte aus der Region.
 

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