Mit "Gottfried auf Reisen"

Hallo Ihr Bullyverrückten,

wir sind Frieda (4 Jahre) und Bruno (10 Jahre), zwei französische Bulldoggen aus dem „Schwabenländle“ und erzählen Euch aus unserem Leben mit Muddi und Vaddi. Heut bin ich, der Bruno mal dran und plappere mal bisschen was von unserem Sommerurlaub. Wir waren mit „Gottfried auf Reisen“. Gottfried ist auch ein Familienmitglied, er ist aber keine Bulldogge sondern nur unser Wohnmobil. Leider hat der Urlaub gar nicht so toll gestartet, wie wir das wollten. Wir saßen am Tag 1 noch um 15 Uhr beim Tierarzt, weil es mir leider gar nicht so gut ging. Nach etlichen Untersuchungen und Blutabnahmen musste ich zur Sicherheit, um ganz schlimme Sachen auszuschließen noch in Ultraschall und zum Röntgen. Vaddi war sehr angespannt und Muddi hatte ganz traurig geschaut. Erst sah alles nicht so gut aus, alle hatten besorgte Gesichter und ich bekomm jetzt erstmal bisschen Arznei um wieder ganz gesund zu werden. Aber wir haben vom Tierarzt das „Go“ für unseren Urlaub bekommen. Unser Tierarzt ist nämlich richtig super und hat gemeint, je nachdem was aus dem Labor noch an  Ergebnissen kommt meldet er sich und wir können vor Ort zu einem Kollegen gehen, dem er dann alles an Untersuchungsergebnissen zukommen lässt. Muddi war echt erleichtert, dass keine ganz schlimme Diagnose rauskam. So sind wir an Tag 1 statt am frühen Vormittag erst gegen 18 Uhr losgefahren. Aber lieber spät als nie. Vaddi ist dann bis 22 Uhr gefahren und dann haben wir eine Zwischenübernachtung gemacht. Vom Schwabenländle bis hoch an die Küste ist es dann doch ziemlich weit zu fahren und unser „Gottfried“ ist eher ein gemütliches Gefährt. Angekommen sind wir dann in Wilhelmshaven an der Nordsee. Muddi hat schon vor vielen Jahren gesagt, „Bruno, wir müssen mit Dir an die Nordsee, das wird Dir gefallen, keine Berge, gute Luft und es macht richtig Spaß im Watt zu laufen“. Dass es dort viel regnet und ständig Wind hat, das hat Muddi mir und Vaddi aber schön verschwiegen. Immerhin hat Muddi unsere Mäntelchen und das Regenverdeck vom Sporty eingepackt.  Aber Muddi hat Recht gehabt, das ist natürlich ein Bullytraum, alles eben zum Gassigehen, überall viel grünes Gras und ganz viel Schlamm hinter dem Deich. Doch was mich schon verwundert hat an der Nordsee, da war manchmal gar kein Wasser da. Und wenn das Wasser weg war konnte man im Schlamm - die nennen es Watt - Gassi gehen. Also so, wie wenn man in der Badewanne den Stöpsel zieht und unten in der Wanne liegt der Dreck vom Waldspaziergang. Wir haben dann mehrmals eine Gassirunde im Watt gemacht, das war toll. Frieda ist da rumgeflitzt wie verrückt und hatte ihren Spaß. Ich hab bisschen mit der Schnauze im Dreck gewühlt und geschaut wo die kleinen Krebse und Wattwürmer stecken. Vaddi fand es im Watt nicht so toll, weil wir nachher alle voller Schlamm waren und geduscht werden mussten. Duschen löst bei Frieda ja immer blankes Entsetzen aus, die hat rumgeschrien wie verrückt und alle am Campingplatz wussten dann, dass wir mit einer kleinen Zicke unterwegs sind. An den Campingplätzen war es für uns Hunde auch toll, extra Hundedusche, Hundeauslauf, Hundespielplatz, Hundestrand und die Campingnachbarn sind immer alle total nett und bringen Leckerlies vorbei und man sitzt gemütlich zusammen. Wir waren auch immer dabei, das ist das Schönste im Urlaub, dass die ganze Familie immer alles zusammen macht. Muddi hatte ja den Sporty dabei und das Herzstück, so dass wir es bei Ausflügen und am Campingplatz immer bequem hatten. Vaddi hat wieder gemeckert, weil Muddi zu viele Sachen für uns eingepackt hat. Ich weiß nicht was Vaddi hat, er muss ja nichts tragen, weil ja alles unser „Gottfried“ schleppt.

Von der Nordsee ging es dann weiter an die Ostsee. Vaddi liebt die Ostsee mit dem Sandstrand. Frieda und ich auch. Wir hatten drei tolle Campingplätze an der Ostsee ausgesucht und unser Platz war immer direkt am Hundestrand. Morgens aufstehen, raus und ab durch den Sand flitzen. Wir haben auch ganz tolle Hundefreunde getroffen mit denen wir viel Spaß in den Wellen und am Strand hatten. Ganz toll war auch die Überraschung, dass unser Kumpel Diego auf einmal mit seiner Muddi und seinem Vaddi da war. Die sind zwei Nächte bei uns auf dem Platz gewesen und wir hatten eine tolle Zeit mit ihm am Strand. Frieda hatte endlich wieder einen Kumpel zum rumrennen, weil mir war das oft zu viel. Das ist schon sehr anstrengend für mich als „Senior“ da stundenlang im Sand rumzurennen. Die viele frische Luft macht zusätzlich müde und drum hab ich mich öfters mal irgendwo zum chillen hingelegt. Und das Wetter an der Ostsee war auch besser. Statt Regen hatten wir Sonne und konnten auch mal einen Badetag am Hundestrand einlegen. Aber der Wind war genauso ätzend. Meine Fledermausohren haben echt ganz schön geflattert. Und der Sand der über dem Boden geweht hat war dann überall. In den Augen, im Maul, im Fell. Muddi musste dann immer unsere Augen säubern und uns nach dem Strandtag duschen, was mit Frieda wieder zur Katastrophe wurde. Muddi war klatschnaß, weil die Frieda so rumgezappelt hat. Da bin ich pflegeleichter, ich lass das halt über mich ergehen, wie das die echt harten Kerle so machen, ich bin ja kein Weichei. Ach ja zum Thema Weichei, kulinarisch war die Reise natürlich auch. Morgens gabs immer gemeinsames Frühstück mit Brötchen, Speck und Ei. Und wenn Vaddi ein Krabbenbrötchen oder ein Fischbrötchen gekauft hat gab es auch für uns immer einen Happen davon. Und Muddi, die ja nichts aus dem Wasser isst hat öfters mal eine Currywurst mit Pommes und zum Nachtisch ein Eis gegessen und auch da gab es immer was für uns. Das ist im Urlaub auch immer klasse, da sind Muddi und Vaddi nicht so streng und öfters fällt mal was vom Tisch.

Nach zwei Wochen war der Urlaub aber leider wieder vorbei und wir haben mit „Gottfried“ die Heimreise angetreten. Zuhause angekommen ging es dann als erstes zu Omi und Opi, um vom Urlaub zu erzählen und Omi hat lecker schwäbische Spätzle gemacht.

Bevor Muddi und Vaddi wieder zum Arbeiten müssen haben wir aber noch 2 Tage gemeinsam zuhause, wir müssen ja noch unsere Hundesachen aus „Gottfried“ ausladen und dann haben wir auch noch einen Kontrolltermin bei unserem Tierarzt. Einmal Blut zapfen lassen und schauen ob die Arznei anschlägt und ein Rundumcheck, ob sonst alles gut ist. Ich bin nämlich am letzten Urlaubstag noch böse gestürzt. Da standen wir vier alle mal kurz unter Schock, weil zuerst konnte ich gar nicht mehr aufstehen, aber Vaddi hat mir dann geholfen und nach ein paar Minuten auf Vaddis Arm bin ich dann gelaufen, wie gesagt: „Ich bin ja kein Weichei“.

In diesem Sinne: Bullykuss und Schluss
Frieda & Bruno

  eid Ihr aus der Nähe  89073 Ulm (+ Umkreis 150 km) könnt Ihr Euch bei Interesse gerne mal über die Website www.bullytreffen-ulm.de bei unserer Muddi melden. Sie organisiert seit 2008 das „Ulmer Bullytreffen“ für Bullyverrückte aus der Region.

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© Monika Heine

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