Neues Jahr - neues Glück

Hallo Ihr Bullyverrückten,

wir sind Frieda (4 Jahre) und Bruno (10 Jahre), zwei französische Bulldoggen aus dem „Schwabenländle“ und erzählen Euch aus unserem Leben mit Muddi und Vaddi. Heut bin wieder ich, der Bruno dran und erzähle euch nochmals was von diesem Kack-Jahr 2020. Ihr habt ja mitbekommen, dass ich im September kurz vor unserem Sommerurlaub beim Tierarzt war und meine Blutwerte sehr schlecht waren. Leider was das nach dem Urlaub trotz der Arznei nicht viel besser. Jedenfalls wurden bei mir dann nochmals ein paar Röntgenbilder gemacht. Da tragen einen dann zwei nette Arzthelferinnen weg und legen einen auf so kalte Platten drauf. Dann macht es ein paarmal Piep und schon ist alles vorbei. Ganz schmerzfrei. Danach wurde mir der Bauch rasiert, also das fand ich ja gar nicht so toll, da habe ich ja eh wenig Fell und dann rasieren die mir vor dem Winter noch den Bauch. Gut, dass ich Dank Muddis-Shoppingwahn genug warme Pullover und Jacken daheim habe. Dann ging es mit einer Ultraschalluntersuchung weiter. Der Doc hat alles genauestens angeschaut und sich viel Zeit genommen um Muddi alles zu erklären was man auf dem Bildschirm sieht. Der Doc hat dann gemeint, wir müssen die Milz rausmachen. Muddi hat dann noch besorgter geschaut und mich ganz feste gedrückt und gesagt „Bruno mein Schatz, das schaffst Du“. Wir haben dann einen Termin zwei Tage später für eine OP bekommen. Mir war ja nicht klar, was da auf mich zukommen, das einzige was ich noch verstanden haben war „Kein Futter“ und „Nüchtern“. Ja spinnen die denn? Das ist jetzt in 7 Wochen das dritte Mal, dass ich nüchtern aus dem Haus muss.

Muddi und Vaddi sind dann mit Frieda und mir noch zwei Tage nach Garmisch-Partenkirchen in Kurzurlaub gefahren. Da war es wie immer richtig schön. Das Hotel kennen wir ja schon viele Jahre und ich habe mich gleich wieder wohl gefühlt. Vaddi musste dort sowieso in der Gegend arbeiten und Muddi hat die Zeit mit uns verbracht. Wir sind ein paar kleinere Wanderungen gelaufen. Weil zu lange und bergige Wege wollte die Muddi mir nicht zumuten, weil ich ja die letzten Wochen immer so schlapp war mit meiner Anämie. Und Muddi selbst ist auch nicht fit, sie hat ganz dolle Schmerzen an ihrem Fuß und musste auch schon wieder zum Menschen-Doc gehen. Aber wir haben die Zeit auch im Hotelzimmer und im Café sehr genossen und wir haben es uns richtig gut gehen lassen. Wir waren nie allein auf dem Zimmer, sondern immer dabei, auch abends wenn Muddi und Vaddi schön essen gegangen sind. Muddi und Vaddi hatten nämlich zu der Zeit auch noch ihren 10. Hochzeitstag. Das musste natürlich gefeiert werden, nicht so groß wie die Hochzeit aber genauso romantisch mit einem schönen Essen zu zweit und natürlich mit Frieda und mir.

Am Freitagmorgen hat dann im Hotelzimmer schon um 5 Uhr der Wecker geklingelt. Ich bin ja fast aus dem Bett gefallen, weil Urlaub ja eigentlich ausschlafen bedeutet und dann ist auch immer noch viel Zeit zum gemeinsamen kuscheln und schmusen. Aber nicht an diesem Freitag. Muddi und Vaddi sind mit uns dann schon so früh am Hotel abgereist, weil ja mein OP-Termin anstand. Also nüchtern in Garmisch-Partenkirchen ins Auto gestiegen. Ich war echt nur noch am meckern, zum einen ist 5 Uhr gar nicht meine Zeit und zum anderen war ich einfach nur hungrig. Sogar Frieda hat gejammert, dass sie mitten in der Nacht ins Autos steigen musste. Aber die durfte dann zu Omi gehen wo sie erstmal lecker frühstücken und mit Omi schmusen konnte. Mich hat die Muddi dann nüchtern in die Tierarztpraxi gebracht.

In der Praxis haben sich dann die Tierarzthelferinnen gleich um mich gekümmert und gestreichelt. Es fiel sogar der Satz „Wenn alles überstanden ist gibt’s Leberwurst“ und damit bekommt man mich immer. Für LEBERWURST mache ich alles mit. Der Doc war ganz zuversichtlich, dass alles gut geht und ich mich von der OP schnell erholen werde. Dann ging alles ganz schnell und ich bin müde geworden. Muddi war die ganze Zeit noch bei mir. Die große OP habe ich dann inklusive drei gezogenen Zähnen und Zahnsteinentfernung gut überstanden. Muddi war dann auch schon da, als ich in den Aufwachraum gebracht wurde. Ich dachte nur, prima Muddi ist da und liegt bei mir, dann ist alles gut. Ich lag da auf einer Wärmematte und unter der Rotlichtlampe aber mein Körper war so schlapp und meine Augen so schwer. Ich bin gar nicht so schnell zu mir gekommen, wie ich eigentlich wollte und hab einfach vor mich hingeschlummert. Muddi und die Tierarzthelferinnen haben sich schon gesorgt, weil meine Temperatur zu niedrig war und mein Kreislauf zu schlapp und ich so gar nicht fit geworden bin. Als dann der Doc nach ein paar Stunden wieder nach mir geschaut hat, ging es so langsam etwas besser und Muddi hat die letzten Anweisungen bekommen. Ich habe nur gehört wie Muddi gesagt hat „Ja die Tabletten frisst er schon – mit viel Leberwurst geht das“. Ja Muddi weiß, was ich mag – meine geliebte LEBERWURST. Und dann sagt der Doc „Heute noch kein Essen für Bruno“, man das war mal ein Schlag ins Gesicht. Morgens nüchtern, mittags nüchtern, abends nüchtern. Was kann es schlimmeres geben für einen Bully?
Muddi hat mich dann heimgebracht und ich habe mich so langsam erholt. Frieda war auch ganz ruhig, die hat genau gemerkt, dass es mir nicht gut ging und lag die ganze Nacht in meiner Nähe. Muddi hat die erste Nacht kein Auge zugemacht und immer geschaut, dass ich es warm habe und mein Kreislauf stabil bleibt. Am nächsten Tag ging es mir ein klein bisschen besser - ich war zwar noch schlapp, aber immerhin habe ich meine LEBERWURST bekommen. Das war echt ein Gaumenschmaus nach einem Tag fasten. Das schlimmste an den nächsten Tagen war der schrecklich enge Body den die mir in der Praxis angezogen haben. Den musste ich 12 Tage bis zum Fäden ziehen anlassen. Wir waren dann noch zur Kontrolle beim Doc und der meinte, dass wir die Milz rechtzeitig rausgenommen haben und das Ergebnis der Pathologie soweit in Ordnung war. Da hat Muddi das erste Mal richtig durchgeschnauft und wieder Farbe ins Gesicht bekommen. Muddi hat dann gleich die Familie und engsten Freunde informiert und alle waren total glücklich.
Die Fäden ziehen beim Doc war dann nochmals bisschen unangenehm, aber nun ist es überstanden. Jetzt hoffen wir nur noch, dass auch die nächste Blutuntersuchung gut ist und meine Anämie auch weg ist. Leute ich kann’s euch sagen, sowas braucht kein Bully.

Liebe Bully-Freunde, „Neues Jahr – neues Glück“, bleibt gesund und munter! Kommt gut durch die kalte Jahreszeit und genießt jeden Tag mit leckerer LEBERWURST.
In diesem Sinne: Bullykuss und Schluss
Frieda & Bruno

Seid Ihr aus der Nähe  89073 Ulm (+ Umkreis 150 km) könnt Ihr Euch bei Interesse gerne mal über die Website www.bullytreffen-ulm.de bei unserer Muddi melden. Sie organisiert seit 2008 das „Ulmer Bullytreffen“ für Bullyverrückte aus der Region.

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© Monika Heine

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